Rückblick: Hochtour Piz Sasvenna

Bei gutem Wetter machten sich am 18. Juni elf Bergbegeisterte der AVS-Sektion Brixen auf zum 3.204 m hohen Piz Sesvenna.

Wir trafen uns um 8:00 Uhr am Parkplatz Max und fuhren gemeinsam mit drei Autos nach Schlinig, wo wir um ca. 10:00 Uhr am Parkplatz, auf 1.738 m Höhe die Tour beginnen konnten.

Vom Ostrand von Schlinig aus wanderten wir durch das breite Schlinigtal bis zur Schliniger Alm. Dort ging der Weg in einigen Serpentinen steiler bergauf bis die Sevsenna Hütte in Sicht kam, die wir um ca. 12:15 Uhr erreichten.

Nach einer Pause starteten wir über den Weg mit der Markierung Nr. 18 weiter in Richtung Westen. So erreichen wir den 2.300 m hoch gelegenen Schlinigpass, um den sich Feuchtwiesen ausdehnen. Eine besonders schöne Naturlandschaft, die bis zur leicht tiefer liegenden Staatsgrenze zur Schweiz reicht. Immer dem Talweg nach, querten wir die Wiesen der Sursass Alm und erreichen schließlich die Uina Schlucht, die am ersten Tag auf dem Programm war.

Die Uina Schlucht erwies sich als schmal und von steil aufragenden Felswänden umgeben. Hier führt der Weg lediglich als Steig, welcher in den Felsen gehauen wurde, den schroffen Abhang entlang. Begleitet wird der Abschnitt durch das Bergmassiv vom Fluss der sich unten durch die Schlucht schlängelt.

Auf dem gesamten Weg der Felsgalerie bietet sich ein phantastischer Blick auf die beeindruckenden Felsen und hinunter in die Schlucht.

Zum Teil wurde der Pfad auch als geschlossener, kurzer Tunnel in den Felsen gehauen.

Am Ende der Schlucht machten wir kurz Pause, bevor wir den Rückweg zur Sesvenna Hütte antraten, wo wir übernachteten.

Am nächsten Morgen starteten wir nach dem Frühstück auf dem Weg Nr. 5 nach Westen aufwärts in Richtung Fuorcla Sesvenna. Dort angekommen sahen wir erstmals den Piz Sesvenna mit seinem Gletscher. Wir stiegen dort ein wenig ab, bis wir dann vor dem Gletscher unsere Ausrüstung anzogen, mit der wir bis zur Scharte zwischen Foratrida und Sesvenna im Seil gingen. Hier begann der Gipfelgrad. Über grobes Blockwerk stiegen wir in einer leichten Kletterei zum aussichtsreichen Gipfel des Piz Sesvenna (3.204 m). Hier oben sahen wir nun hinüber zu den berühmten Nachbarn: Bernina, Ortler und Weißkugel.

Der Abstieg erfolgte so weit wie möglich über den Aufstiegsweg, was sich jedoch über den Gletscher als schwierig erwies, da durch die hohen Temperaturen der Schnee sehr „matschig“ war, und über dem Gletscher viel Wasser abfloss. Wir mussten also eine Variante finden.

Beim Abstieg zur Sesvenna Hütte entschlossen sich einige, noch über den Sesvenna See abzusteigen. Treffpunkt war die Sesvenna Hütte wo wir dann nach kurzer Einkehr den Weg zum Parkplatz einschlugen und schließlich gesund und munter unten angekommen die Heimkehr antraten.

Rückblick: Hochtour Piz Sasvenna